Simulatoren im echten Fahrertraining: was sich überträgt
Simulatoren im gewerblichen Fahrertraining: was die Verordnung bereits zulässt, welche Übungen sich übertragen und wo ein Simulator das Falsche lehrt.

Die Weiterbildung für Berufskraftfahrer erlaubt bereits, einen Teil in einem leistungsfähigen Simulator abzuleisten, womit die Frage geklärt ist, ob er zählt. Übrig bleibt die schwierigere Frage, welche Übungen dorthin gehören.
Was die Verordnung tatsächlich sagt
Die Weiterbildung umfasst 35 Unterrichtseinheiten, erteilt in selbstständigen Ausbildungseinheiten von jeweils mindestens 7 Einheiten, und eine Ausbildungseinheit darf auf 2 aufeinanderfolgende Tage aufgeteilt werden. Fahrer wiederholen sie im Abstand von 5 Jahren.
Die einschlägige Regelung ist kurz und großzügig: Ein Teil der Weiterbildung kann auf Übungen auf einem besonderen Gelände im Rahmen eines Fahrertrainings oder in einem leistungsfähigen Simulator entfallen. Die Verordnung nennt keinen Prozentsatz, die Aufteilung bleibt also der Ausbildungsstätte überlassen.
Die Gruppengröße ist auf 25 Personen je Unterricht begrenzt. Diese Zahl wiegt schwerer, als sie aussieht, denn 25 Teilnehmer gegen 4 Simulatorplätze sind dasselbe Rotationsproblem wie bei jeder Veranstaltung, und es entscheidet, ob die Simulatorstunde Ausbildung ist oder Warteschlange.
| Punkt | Zahl |
|---|---|
| Umfang der Weiterbildung | 35 Unterrichtseinheiten |
| Größe einer Ausbildungseinheit | mindestens 7 Unterrichtseinheiten |
| Aufteilung einer Ausbildungseinheit | auf 2 aufeinanderfolgende Tage |
| Abstand | alle 5 Jahre |
| Höchste Gruppengröße | 25 Personen je Unterricht |
| Simulatoranteil | ein Teil, ohne genannten Prozentsatz |
| Gefahrenwiederholungen je Stunde | rund 10, gegen deutlich weniger auf einem Gelände |
| Empfohlene Maschine | 6 Prozessorkerne, 16 GB Arbeitsspeicher, 8 GB Grafikspeicher |
Die Übungen, die sich gut übertragen
Gefahrenerkennung, denn sie ist eine Entscheidung und keine Empfindung. Einem Teilnehmer lässt sich dieselbe entstehende Gefahr 10-mal in einer Stunde zeigen, und das sind 10-mal mehr Wiederholungen, als ein Übungsgelände in derselben Zeit liefert.
Strecken- und Fahrzeugkunde, denn die Geometrie ist identisch. Wer eine Kreuzung, einen Ladehof oder eine Passabfahrt vor der Ankunft gesehen hat, hat den Teil der Aufgabe bereits erledigt, der beim ersten Mal die meiste Aufmerksamkeit kostet.
Und der folgenlose Fehler. Ein Rutscher, eine falsch geschätzte Lücke oder eine späte Bremsung lassen sich sofort wiederholen, und in der Wiederholung geschieht das Lernen. Auf einem Übungsgelände kostet dieselbe Übung ein Zurücksetzen, eine Schlange und einen Reifen.
Wo ein Simulator das Falsche lehrt
Bei allem, dessen ganzer Inhalt körperliche Kraft ist. Über den Körper gespürte Lastwechsel, das Gewicht einer unassistierten Lenkung und die Ermüdung einer langen Schicht sind die Substanz dieser Übungen, und ein Sitz, der sich nicht bewegt, kann sie nicht liefern.
Bei allem, was von Folgen handelt. Wer weiß, dass die Sitzung zurückgesetzt wird, nähert sich einer Grenze anders als jemand, der weiß, dass das Fahrzeug das nicht tut, und genau diesen Unterschied will ein Sicherheitstraining verändern.
Und bei allem, was auf Umfeldwahrnehmung in wahrer Größe beruht. Ein Spiegel auf einem Bildschirm ist kein Spiegel in Position und Größe des echten, und eine Übung zum toten Winkel im falschen Maßstab lehrt eine Gewohnheit, die wieder abzutrainieren ist.
Eine Einheit bauen, die die 7 Einheiten wert ist
Verbinden Sie jede Simulatorübung mit einer Nachbesprechung. Der Wert liegt in der Wiederholung und nicht in der Runde, und eine Gruppe von 25, die 1 Aufzeichnung gemeinsam ansieht, lernt mehr als 25 Leute, die jeder allein fahren.
Planen Sie die Rotation, bevor der Raum gebucht ist. Vier Plätze und 25 Teilnehmer über eine Ausbildungseinheit von 7 Einheiten heißt, dass auf jeden ein kleiner Bruchteil der Zeit entfällt, die Übung muss also kurz, identisch und wiederholbar sein.
Und benennen Sie die Hardware ehrlich. Ein leistungsfähiger Simulator ist keine Spielkonsole auf einem Klappgestell; allein die Plattformempfehlung lautet 6 Prozessorkerne, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 8 Gigabyte Grafikspeicher, und eine Ausbildungsstätte, die darunter kauft, erklärt einem Raum voller 25 Fachleute das Ruckeln.
Quellen
Haeufige Fragen
Zählt Simulatorzeit in der Berufskraftfahrer-Weiterbildung?
Ein Teil der Weiterbildung kann in einem leistungsfähigen Simulator stattfinden. Die Verordnung nennt keinen Prozentsatz, die Aufteilung entscheidet die Ausbildungsstätte.
Wie lang ist die Weiterbildung?
35 Unterrichtseinheiten in Ausbildungseinheiten von mindestens 7, alle 5 Jahre, wobei eine Ausbildungseinheit auf 2 aufeinanderfolgende Tage aufgeteilt werden darf.
Welche Übungen eignen sich am besten?
Gefahrenerkennung, Streckenkunde und der folgenlose Fehler, denn alle drei belohnen Wiederholung und nicht körperliche Kraft.
Was funktioniert im Simulator nicht?
Alles, dessen Inhalt körperliche Kraft oder echte Folgen sind, und Arbeit am toten Winkel im falschen Maßstab.

