Safety- und Skill-Rating: was die Zahlen belohnen
Wie das iRacing Safety Rating funktioniert: Skala 0,00 bis 4,99, die Schwellen 3,00 und 4,00, der 0,40-Puffer an ganzen Zahlen und die Teilnahmepflicht.

Das Safety Rating misst gefahrene Kurven gegen gesammelte Incident-Punkte, laeuft je Lizenzklasse und Kategorie von 0,00 bis 4,99 und entscheidet die Befoerderung bei 3,00 zum Saisonende oder bei 4,00 jederzeit. Es ist kein Urteil darueber, wer schuld war: Die Software rechnet Vorfaelle allen Beteiligten ohne Schuldfrage an.
Was die Zahl tatsaechlich zaehlt
Das Safety Rating ist ein Verhaeltnis, keine Note. Die Formel setzt die Zahl der gefahrenen Kurven gegen Zahl und Schwere der dabei gesammelten Incident-Punkte, gemittelt ueber eine festgelegte Zahl von Runden und nach jeder gewerteten Sitzung neu gerechnet. Lange saubere Stints heben den Wert, weil sie Kurven hinzufuegen; ein einziger schwerer Vorfall senkt ihn, weil er Punkte in denselben Bruch schreibt.
Jeder Fahrer traegt ein eigenes Rating je Lizenzklasse und je Kategorie, Oval und Rundstrecke bewegen sich also unabhaengig voneinander. Gewertet werden nur gewertete Sitzungen: Qualifying, Zeitfahren, Warm-up, das Training innerhalb eines gewerteten Rennereignisses und die Rennen selbst. Ein privater Ligaabend oder ein ungewerteter Trainingsserver aendert nichts.
Vorfaelle werden ohne Schuldfrage jedem Beteiligten einzeln angerechnet, weil die Software Schuld gar nicht feststellen kann. Treffen mehrere Vorfaelle zusammen, zaehlt nur der schwerste, ein Dreher mit anschliessender Beruehrung also einmal mit dem hoeheren Wert und nicht zweimal. Serien haben in der Regel ein Incident-Limit, das sofort disqualifiziert; der Sporting Code rechnet in seinem Beispiel mit einem Limit von 17.
Die Schwellen, die eine Saison entscheiden
Alle starten als Rookie mit 2,50 in jeder Kategorie. Von dort fuehrt die Leiter ueber die Klassen D, C, B und A, darueber steht die Pro- und Weltmeisterschaftslizenz, erkennbar am schwarzen Streifen auf Auto, Helm und Lizenzbild.
Nach oben fuehren zwei Wege. Die Saisonbefoerderung verlangt mindestens 3,00 zum Saisonende plus die Mindestteilnahme. Die Sofortbefoerderung greift, sobald 4,00 erreicht sind und die Teilnahme erfuellt ist, ohne das Saisonende abzuwarten. Nach unten gilt: 2,00 bis 2,99 zum Saisonende erhaelt die Klasse, unter 2,00 kostet sie, und unter 1,00 wird sofort zurueckgestuft, die Pro Series eingeschlossen. Nach einer Rueckstufung wird das Rating um rund 1,00 angehoben, damit Luft zum Erholen bleibt. Rookie und Klasse D koennen gar nicht zurueckgestuft werden.
Ein Mechanismus ueberrascht fast jeden Neuling. Wer eine ganze Zahl ueberschreitet, bekommt weitere 0,40 in Fahrtrichtung: Aus 2,98 werden rund 3,41 statt 3,01, und nach unten gilt dasselbe. Dieser Puffer verhindert, dass Fahrer dauerhaft auf der Zulassungsgrenze zu Serien mit Mindestrating balancieren.
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| 0,00 bis 4,99 | Skala, getrennt je Lizenzklasse und Kategorie |
| 2,50 | Startwert eines neuen Rookie in jeder Kategorie |
| 3,00 | Mindestwert fuer die Befoerderung zum Saisonende |
| 4,00 | Mindestwert fuer die sofortige Befoerderung |
| 2,00 bis 2,99 | Klasse bleibt zum Saisonende erhalten, keine Befoerderung |
| Unter 2,00 | Rueckstufung zum Saisonende |
| Unter 1,00 | Sofortige Rueckstufung, jederzeit in der Saison |
| 0,40 | Zuschlag oder Abzug beim Ueberschreiten einer ganzen Zahl |
| 1,00 | Ungefaehre Gutschrift nach einer Rueckstufung |
| 17 | Incident-Limit im Rechenbeispiel des Sporting Code |
Die Teilnahme, die alle vergessen
Das Rating allein befoerdert niemanden. Rookies brauchen vier gewertete Zeitfahren oder zwei gewertete offizielle Rennen in der Kategorie, jede Klasse darueber vier Zeitfahren oder vier Rennen. Diese Sitzungen muessen eine Mindestlizenz verlangen, die nicht unter der eigenen Klasse liegt. Wer in einer leichteren Serie nach unten faehrt, sammelt nichts.
Zur Teilnahme gehoert auch eine Distanzregel. Ein Rennen zaehlt nur, wenn der Fahrer Meisterschaftspunkte holt und mindestens die Haelfte der Runden des Siegers faehrt, abgerundet. Bei einem Sieger mit 25 Runden sind das 12 Runden ohne Disqualifikation. Serien ausserhalb der ueblichen 13-Wochen-Saison zaehlen fuer die Teilnahme gar nicht.
Wie man das Rating gezielt hebt
Der schnellste saubere Weg ist Distanz ohne Vorfaelle, und genau deshalb sind Zeitfahren das Reparaturwerkzeug: Sie sind gewertet, sie liefern Kurven und sie tragen praktisch kein Kontaktrisiko. Im Rennen folgt daraus dieselbe Logik, naemlich ankommen statt kaempfen. Wer vom Gas geht, um eine Beruehrung zu vermeiden, behaelt Kurven und Rating, und der Verlust ist meistens eine Position.
Quellen
Haeufige Fragen
Was ist ein gutes Safety Rating bei iRacing?
Ab 3,00 bleibt man zum Saisonende befoerderungsfaehig und kommt in die meisten Serien mit Mindestanforderung. Ab 4,00 greift die sofortige Befoerderung. Die Skala endet bei 4,99, ein Wert im hohen Vierer bedeutet also, dass die Lizenzklasse die Grenze setzt und nicht mehr die Fahrweise.
Entscheidet die Software, wer den Vorfall verursacht hat?
Nein. Der Sporting Code haelt fest, dass Vorfaelle allen Beteiligten einzeln und ohne Schuldfrage angerechnet werden, weil die Software Schuld nicht feststellen kann. Treffen mehrere Vorfaelle zusammen, zaehlt nur der schwerste Wert.
Warum ist mein Safety Rating staerker gestiegen als erwartet?
Wegen des Puffers an ganzen Zahlen. Wer eine ganze Zahl ueberschreitet, bekommt zusaetzlich 0,40 in dieselbe Richtung, aus 2,98 werden also rund 3,41. Beim Unterschreiten werden dieselben 0,40 abgezogen.
Kann man aus Rookie oder Klasse D zurueckgestuft werden?
Nein. Der Sporting Code nimmt Rookie und Klasse D von jeder Rueckstufung aus. Ab Klasse C kostet ein Wert unter 2,00 zum Saisonende die Klasse, unter 1,00 wird sofort zurueckgestuft.
Wie repariert man ein beschaedigtes Rating am schnellsten?
Mit gewerteten Zeitfahren. Sie zaehlen fuer das Safety Rating und fuer die Mindestteilnahme, liefern Kurven in Menge und tragen kaum Kontaktrisiko. Vier davon erfuellen zugleich die Teilnahmepflicht fuer eine Befoerderung.

